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Headless Commerce – Nutzen Sie das Silodenken

— Wolfgang Posch am 4. August 2020

Den Begriff Headless Commerce haben gemäss einer Umfrage von webtiser im Juli 2020 die meisten schon einmal gehört oder können etwas damit anfangen. Beim Einsatz der Headless-Technologie sieht es jedoch genau umgekehrt aus: Erst wenige wenden Headless an.
Vorweg kann festgehalten werden: Der Headless-Ansatz bietet zahlreiche Chancen, ist aber kein Allheilmittel. Ob man sich für einen solchen Lösungsansatz entscheidet oder besser mit einem konventionellen E-Commerce-System fährt, hängt von den Bedürfnissen der jeweiligen Firma ab.

Heute nehmen wir das Thema Headless Commerce mal von einer anderen Seite unter die Lupe. Ganz speziell beleuchten wir ein Problem, gegen das wohl jeder in seinem Unternehmen in irgendeiner Weise ankämpft – das Silodenken.

Organisation entkoppeln – Silodenken nutzen

Wer im Business Erfolg haben möchte, muss die Digitalisierung im Unternehmen vorantreiben. Das muss man niemandem mehr erklären. Digitale Geschäftsmodelle und flexible Business-Prozesse sind heute ein Muss. Gerade hat uns die Corona-Krise diesbezüglich besonders den Spiegel vorgehalten.
Allerdings beobachten wir im E-Commerce viele innovative Trends und ratsame Vorschläge, die wohl manchmal am Reissbrett entstanden sind. Ihnen fehlt das Praxis-Gen.

Wir haben uns gefragt, ob der K(r)ampf gegenüber Silodenken überhaupt nötig ist. Der Einsatz von Headless E-Commerce kann dazu beitragen, dass die Silo-Barrieren in Ihrer Organisation überwunden werden und die Qualität profitiert.

Alles in einen Topf werfen?

«Der Kunde ist König» war schon immer. Allerdings will er das heute auch spüren, im B2B sowie im B2C. Erst recht im E-Commerce. Hochgradig spezifisch und personalisiert. Wer das nicht liefert, verliert den Kunden an die Konkurrenz.
Die Erwartungshaltung an den unterschiedlichen Touchpoints ist hoch und erfordert ein stetes Erfüllen dieses Produkt- und Service-Versprechens.
Aber wie soll die ständig wachsende Anzahl dieser Berührungspunkte mit dem Unternehmen konsistent und immer auf dem aktuellsten Entwicklungsstand gehalten werden?
Dies scheint besonders dann zu einer Sisyphus-Aufgabe zu werden, wenn die „wir ziehen an einem Strang“-Bemühungen im Unternehmen nicht wie gewünscht das Licht der Welt erblicken. Seit über zwei Jahrzehnten wird versucht das Silodenken mittels Collaboration zu eliminieren. Dabei lebt es auf wie nie zuvor. Die Menge an neuen Berufen und Aufgaben überrennt die Bemühungen. Zu inkonsistent und oftmals fragmentiert sind die Leistungserwartungen und Messkriterien an die einzelnen Abteilungen.
Das kann man sich allerdings auch zunutze machen.

Fragmentierte Verantwortlichkeiten

Typischerweise zeichnen sich B2C- und B2B-E-Commerce Systeme durch unterschiedliche Verantwortlichkeiten und Zielsetzungen aus. Die verschiedensten Anforderungen der einzelnen Abteilungen führen zu fragmentierten Zuständigkeiten, die jedoch alle in einem monolithischen Onlineshop abgebildet werden müssen. Ein Gemenge an komplexen Abhängigkeiten ist die Folge.

Einmal angenommen, es gäbe die Möglichkeit die Zuständigkeiten im E-Commerce-System von den Abteilungen entsprechend zu entkoppeln?
Man überlege sich beispielsweise die Einführung eines neuen, zusätzlichen Absatzkanals ohne das bestehende System oder die Redaktion mit hineinzuziehen.

Eine E-Commerce-Applikation für alle Touchpoints

Headless Commerce ist nicht mehr neu, aber doch noch recht jung. Das liegt an den Entwicklungen der Endgeräte. Welche Probleme kann Headless nun lösen?

  1. Flexibilität: Dadurch, dass das Frontend und Backend voneinander getrennt sind, können sich die Entwickler auf das Bereitstellen der Funktionen fokussieren, ohne sich dabei mit der Darstellung der Inhalte zu beschäftigen
  2. Geschwindigkeit: Die strikte Trennung von Inhalten und Auslieferung erhöht die Performance der Anwendung
  3. Effizienz: Inhalte müssen nur einmal eingegeben werden und können sehr leicht wiederverwendet werden
  4. Stabilität: Die Trennung von Frontend und Backend macht die Wartung einfacher. Probleme im Backend können behoben werden, während das Frontend weiterhin verfügbar bleibt
  5. Zukunftssicher: Das Design eines Touchpoints kann jederzeit ohne Eingriffe in das Backend angepasst werden. Auch die Einbindung neuer Kanäle geht schneller von statten. Zudem sind Headless-Lösungen fast unbegrenzt skalierbar
  6. Omnichannel: Da Inhalte via API ausgeliefert werden, können sie auf allen verfügbaren Geräten optimiert dargestellt werden
  7. Systemsicherheit: Das Publishing ist von der Datenbank getrennt, wodurch das Risiko von DDOS-Attacken gesenkt wird
  8. Verkürzte Markteinführungszeit: Redakteure müssen sich nicht mehr damit beschäftigen, wie Inhalte auf verschiedenen Geräte dargestellt werden. Einmal erstellt, werden diese automatisch für die jeweiligen Kanäle optimiert

Wohin führt die Reise?

Eines lässt sich ganz klar sagen: Headless E-Commerce kommt – immer mehr. Wir lösen uns von den monolithischen Systemaufbauten von Online-Shops und trennen Inhalt (Content, CMS) von Funktion (Shop-System, IT). Die Schnittstellen rücken flexibel in den Mittelpunkt. Die Vorteile dieses zukunftstauglichen Technologie-Ansatzes erfüllen bereits heute die Anforderungen an die vielen Digitalaufgaben im B2C- sowie B2B-Online-Business. Zu beachten ist auf jeden Fall der erhöhte Aufwand an den Schnittstellen und den damit verbunden, höheren Kosten. Als Gegengewicht jedoch stehen erhebliche Performance-Steigerungen bei gleichzeitiger Systemstabilität, das auf die Betriebsbudgets des Online-Shops vorteilhafte Auswirkungen hat. Mit Blick auf das Silodenken schafft Headless E-Commerce eine systembedingte Trennung von Fachabteilungen (Online, Marketing, E-Commerce) und IT. Beide können sich mit ihrer Kompetenz voll auf die Kernaufgaben konzentrieren. Weniger Abstimmungsarbeiten sind erforderlich. Die Fokussierung auf die eigentlichen Kernaufgaben steigt. Das gibt Ihrer Organisation ein grosses Mass an Flexibilität zurück, um für die vielen Digitalaufgaben im globalen Wettbewerb in Zukunft gewappnet zu sein.

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